Wellenreiten: Das Einsteigerseminar

Von: Stefan Strauss (waveculture.de)

Boards

Bei der Wahl des Boards solltest Du folgende Grundvoraussetzungen beachten: Deine Größe, Dein Gewicht, und natürlich Dein Können. Für Anfänger empfiehlt sich ein längeres Board mit mehr Auftrieb, da dieses kippstabiler ist und somit schnellere Lernerfolge ermöglicht. Am besten geeignet sind Minimalibus.

Wellenreiter: Boards Von links nach rechts:

1. Shortboard
2. Gun
3. Evolution
4. Minimalibu
5. Longboard

1. Shortboards
sind kleine, extrem drehfreudige Boards mit sehr wenig Volumen. Anfänger sollten auf jeden Fall die Finger von diesen Boards lassen, denn das Anpaddeln einer Welle sowie der Take Off verlangen schon etwas mehr Erfahrung.

2. Guns
sind für größere Wellen gebaut. Sie sind länger und schmaler als Shortboards und haben meist schärfere Rails (Kanten). Durch ihren Shape sind Guns in großen Wellen schneller als andere Boards. Sie sind für Anfänger nur bedingt geeignet.

3. Evolutions
sind Boards für fortgeschrittene Surfer. Sie haben eine Länge von knapp 7 Fuß (1 Fuß = 30,48 cm) und haben für ihre Länge recht viel Volumen. Vom Shape her sind sie ein Mix aus Shortboard und Minimalibu.

4. Minimalibus
sind die idealen Anfängerboards. Durch ihre breite runde Nose und günstige Volumenverteilung sind sie sehr kippstabil und gleiten früh an.

5. Longboards
haben eine Länge von mindestens 9 Fuß und erfordern einen eigenen Surfstyle. Die Turns fallen recht smooth aus und das Board kann in seiner ganzen Länge für Noserides oder andere Spielereien genutzt werden. Durch ihr großes Volumen gleiten sie schnell an, so dass man selbst in kleinen Wellen noch viel Spass haben kann. Longboards sind aber keineswegs Anfängerbretter, denn für die ersten Surfversuche sind diese Boards im Wasser viel zu unhandlich.

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt mit unterschiedlichen Boardtypen zu experimentieren, doch zu klein sollten sie nicht sein, denn dieses führt nur zur Frustration. Wenn Du 2 Wochen auf einem Minimalibu gelernt hast, wäre es verfrüht, Dir gleich beim nächsten Surfshop ein Shortboard zu ziehen, denn der Schritt vom Minimalibu zum Shortboard ist doch noch ein recht großer.

Leash

Die Leash ist die Verbindungsleine zwischen dem Board und Deinem hinteren Fußgelenk. Sie sorgt dafür, dass Du Dein Board bei Stürzen nicht immer wieder am Strand einsammeln musst.´Wenn Du nicht weißt, welches Dein vorderer Fuß ist, stelle Dir einfach vor, Du stehst auf einem Snowboard, Skateboard oder schlitterst übers Eis. Ist Dein rechter Fuß vorne, bist Du regular, stehst Du mit dem linken Fuß vorne, bist Du goofy.

Wax

Damit Du einen ordentlichen Stand auf dem Board hast, musst Du es vor dem Surfen gründlich waxen. Am besten trägst Du das Wax in Kreisbewegungen auf. Wax gibt es von unterschiedlichen Herstellern. Du solltest darauf achten, dass einige Waxsorten für unterschiedliche Wassertemperaturen konzipiert sind. Wenn Du auf Wax verzichten möchtest, kannst Du Dir auch Footpads auf das Board kleben oder auch nur auf das Heck und den vorderen Teil waxen.

Anzug

Selbst bei relativ warmen Wassertemperaturen ist es ratsam, einen Neoprenanzug zu tragen, denn die Differenz zwischen Wasser- und Körpertemperatur ist auf jedem Fall nicht unerheblich und kann leicht zur Auskühlung führen. Neben seiner wärmenden Funktion schützt der Anzug gleichzeitig auch vor Hautabschürfungen und Sonnenbrand.

Surfanzüge Anzüge gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Zum einen mit kurzen Armen und Beinen (Shorty) und zum anderen mit langen Armen oder Beinen in verschieden Kombinationen. Auch die Dicke des Neoprens variiert. Allerdings sind die Bereiche, die besonders flexibel sein müssen, wie z.B. der Schulterbereich, wo zu dickes Material beim Paddeln stören würde, aus dünnerem Neopren gearbeitet.

Welche Stärke Du wählst, hängt vor allem von den Bedingungen ab, unter denen Du surfst. Hast Du vor, im Sommer in Frankreich oder auf den Kanaren zu surfen, reicht sicherlich ein 2mm Shorty. Willst Du in Portugal, wo das Wasser deutlich kühler ist, oder aber in Frankreich und Spanien im Herbst oder Frühling surfen, solltest Du Dir einen langen 3mm-Anzug zulegen. Auf jedem Fall sollte dieser eng anliegen und keine Falten werfen, da er sonst nicht richtig wärmt. Um den Komfort eines Anzugs noch zu erhöhen und Hautabschürfungen zu vermeiden, kann Du Dir ein Lycra-Shirt zusätzlich unter den Anzug anziehen. Sehr empfehlenswert!

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Eure Kommentare zu dieser Seite

Minimalibu (Antworten: 0)

Marian schrieb am Dec 29, 2003 12:00:00 AM
Hi, ich suche ein gebrauchtes minimalibu. würde mich freuen, wenn mir jmd weiterhelfen könnte!!

Longboards für anfänger? (Antworten: 1)

Gast schrieb am Jul 23, 2003 12:00:00 AM
ähm? ich wollte mal sagen das longboards schon für anfänfer geignet sind, da ich selber auf diesem das surfen angefangen habe.
ich finde auf einem longbord hat man ein sehr gutes feeling da es nicht so wackelt.- jeder sieht das aber anders;)

AntwortGast schrieb am Mar 2, 2009 12:00:00 AM
Ja, kann man machen, ich hab z.b. auf einem 6.4er shortboard angefangen und surfen gelernt. hängt davon ab wie sportlich man so ist. das beste zum anfangen ist meiner meinung nach aber ein malibu um die 8 fuss, das spart viel zeit und nerven.

Regular oder goofy (Antworten: 3)

Tobi schrieb am Aug 21, 2001 12:00:00 AM
Soweit ich weiss ist man regular, wenn der linke Fuss vorne ist. Goofy dagegen, wenn der rechte vorne ist. (steht unter Leash nämlich andersrum da)

AntwortGast schrieb am Apr 28, 2002 12:00:00 AM
Da muss ich Tobi zustimmen. Ich fahre selbst Snowboard und bin früher Skateboard gefahren. Da war linker Fuss vorne schon immer regular und rechter Fuss vorne goofy

AntwortGrobi schrieb am Jul 14, 2002 12:00:00 AM
Jaa! Genau.
Ich bin nämlich goofy, und ich habe den rechten Fuss vorne. Das weiss ich genau, weil die mich mit 11 Jahren immer deshalb geärgert haben *heul* Aber heute steh ich drüber. War schön, dass wir mal drüber geredet haben.

AntwortGast schrieb am Oct 24, 2003 12:00:00 AM
Genau so esch es, we bem boarde!!
Cooli Site! :)

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